über: junges familienleben, nachhaltiges und gemeinschaftliches leben, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Wochenende in Bildern – 04.08./05.08.18

Wochenende in Bildern – 04.08./05.08.18

Langsam nähern wir uns deutschen Temperaturen! Schon witzig, als wir hier im Februar eingezogen sind, dachte ich, dass es im Sommer bestimmt ganz furchtbar heiß werden würde. Und jetzt geht es hier immer noch und in Deutschland schwitzen alle schon seit Wochen. Aber mit 36 Grad war es auch bei uns dieses Wochenende das erste Mal so richtig warm. 

Samstag

Auf dem Weg zum Markt fällt mir auf, wie hübsch sich das Dorf gerade macht. Überall hängen Wimpelketten aus den Fenstern, die Fahnen sind gehisst und die Gehwege werden geschrubbt: Die alljährlichen Festivitäten beginnen!

Zehn Tage lang gibt es hier Veranstaltungen, traditionelle Tänze, Konzerte und jede Nacht bis sechs Uhr morgens Disko und – da wir in Valencia sind – auch traditionelle Stier-Kämpfe. Zwar ohne die Tiere zu töten, aber trotzdem nicht gerade Tier-freundlich. Die Barrikaden stehen schon bereit:

Danach wird die Wohnung geputzt und die Tochter kühlt sich bei einer Runde kneippen ab. Unser Planschbecken hat ein Loch, daher wird hier jetzt immer in der Tonne gebadet.

Nachmittags haben wir unsere Spielgruppe zum Grillen auf unsere Terrasse eingeladen. Mit acht Erwachsenen und fünf Kindern ist es zwar voll, aber nicht zu voll. Die Kinder spielen so schön miteinander, dass wir Erwachsenen viel Zeit zum Austausch haben.

Ein schöner Nachmittag, der bis in den Abend hinein verlängert wird; wir vergessen alle die Zeit und es ist ja so lange hell…

 

 

Sonntag

 

Ein Gemeinschaftsmitglied eröffnet heute eine Ausstellung in seinem Haus: Sie nennt sich AMAL (arabisch für Hoffnung), und er stellt verschiedene Projekte vor, die er in diesem Jahr durchgeführt hat. (Unter anderem das Projekt zum Experimentellen Imkern, über das ich hier einen Artikel geschrieben habe.)

Als Teil der Ausstellung gibt es auch eine RegaloBar (Geschenke-Bar), die auch in den nächsten Wochenenden geöffnet sein wird. Idee dahinter ist, dass Sachen, die nicht mehr gebraucht werden, abgegeben werden können und von anderen, die sie brauchen können, kostenlos mitgenommen werden können. Bücher, Klamotten oder Haushaltsgegenstände können also ohne Bezahlung mitgenommen werden. Und wenn man möchte, kann man etwas von seinen Sachen als Gegenleistung abgeben. Das ist aber freiwillig. Außerdem gibt es kostenlosen Kaffee oder Tee und nette Begegnungen.

 

Dann geht es nach Hause, lange Siesta mit Mittagsschlaf für alle machen. Das ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Wochenenden: Sich mittags mit hinzulegen ist eine Wohltat!

Den Nachmittag teilen wir auf, ich arbeite ein bisschen und löse meinen Mann danach im Schwimmbad ab. Und dann steht der Montag auch schon wieder vor der Tür, die Sterne leuchten und wir sind glücklich, dass wir an einem Ort leben, der sich immer noch wie Urlaub anfühlt und doch mittlerweile normaler Alltag ist.

Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr bei geborgen-wachsen. 

 



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