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Kaiserschmarren mit lustiger Anekdote

Kaiserschmarren mit lustiger Anekdote

Heute Abend sind wir auf einen internationalen Abend eingeladen. Jeder soll eine landes-typische Speise mitbringen. Da greifen wir natürlich mal wieder zu dem leckeren Kaiserschmarren Rezept, dass original eigentlich aus dem Wiener Kochbuch meiner Oma kommt. Aber da ich mich als Bayerin mit österreichischen Wurzeln in manchen Dingen mehr österreichisch als Deutsch fühle, passt das Rezept ja ganz gut.

Aber keine Angst vor Ausprobieren- mein Mann als en Kölsche Jung kriegt das besser hin als ich ;)!

 

Rezept:

140g Butter
Prischen Salz
120g Zucker
6 Dotter
1/4 l Milch
160g Mehl
etwas Zitronenschale
40g Rosinen ( vorher waschen und gut abtropfen lassen, weil sie dann saftiger sind)
Schnee von 4 Eiweiss
40g Butter für die Pfanne
1 Päckchen Vanillezucker

In die cremig gerührte Butter verrührt man Salz, Zucker, etwas Zitronenschale und Dotter, gibt löffelweise Milch und Mehl im Wechsel dazu und zuletzt festen Eierschnee und Rosinen.

Den Teig giest man in eine ausgefettete Pfanne und baeckt ihn – bei maessiger Hitze  ca. 3/4 Stunde im Rohr (ca160°)
Falls ihr eine Stielpfanne verwendet, auf den Stiel achten, ob der Hitze beständig ist, sonst stinkt es fürchterlich;
Die fertige Mehlspeise reißt man mit zwei Wender in Stücke, streut Puderzucker darüber und serviert dazu Kompott.

GUTES GELINGEN

Anekdote      


“ Erzherzog Johann, der mitunter recht drastische Statthalter in der „grünen Mark“ kehrte einst mit zwei Jagdbegleitern auf einer  Alm ein, wo sich die Herren von der ältlichen Sennerin einen ordentlichen Schmarren machen ließen.

Goldgelb die Butter, stallwarm die Milch, schneeig das Mehl, mit dem Schmalz spart die Zensl auch nicht,
und bald zieht der liebliche Duft eines sich braeunenden echten steirischen Kaiserschmarrens

durch die ein wenig vom Schmalzdunst verqualmte Hütte.

Sinnend betrachtet der hohe Herr die eifrig am Herd  schaffende Sennerin und meint auf die Frage,

ob die Herren auch über Nacht blieben:“ Wia’s fallt, Zensl, wia’s fallt.“

Auch den Vorschlag des Leibjaegers, beim Schmarren tuechtig zuzulangen und fuer alle Faelle eine zweite Portion
anzuschaffen, quittierte die kaiserliche Hoheit nur mit einem „Wia’s fallt, Sepp, wia’s fallt.“

Weder die Zensl noch die Jäger können sich darauf einen Reim machen.

Aber als sich die Sennerin vom Schmarrenpfandl seitwaerts beugt und ein von der Hitze und dem Eifer

gelöstes Nasentröpfchen kaum merklich auf den Hüttenboden fällt, schmunzelt der Erzherzog zufrieden.

„Richtig is gfallen! Langts zu, Burschen – und bleiben tuan ma aa!“



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