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Wochenende in Bildern – 02.06./03.06.2018

Wochenende in Bildern – 02.06./03.06.2018

Ein durchwachsenes Wochenende; irgendwie geht viel schief und die Stimmung ist nicht so gut. 

 

Samstag

Wir treffen uns mit Freunden zum Wandern. Ich fahre mit dem Auto hoch zum Kloster, an dem wir Picknicken wollen, denn mein Bein schmerzt die letzten Tage wieder. Ein Zeichen, dass es mir nicht so gut geht. Ich hänge immer noch ein bisschen mit Heimweh den schönen Tagen in der Heimat hinterher.

Das Picknick ist aber sehr schön, es sind viele neue Gesichter dabei. Die Kinder aber kennen sich aus der Spielgruppe und gehen zusammen auf Wanderschaft.

Beim Aufbruch wird es hektisch; mein Mann muss zum Zug. Den verpassen wir fast, schaffen ihn dann aber doch noch. Er fährt zu seinem Fotokurs, die Tochter und ich wieder nach Hause.

Zuhause merke ich, dass wir keinen Schlüssel dabei haben. Ärgerlich, doch dann fällt mir ein, dass wir einen bei Freunden im Dorf deponiert haben. Also dort hin und da werden wir dann erstmal zum Kaffee eingeladen. Auch schön!

Danach geht es noch in ein Café im Dorf und erst um 18 Uhr gehen wir nach Hause. Die Tochter ist müde und ich muss sie den ganzen Weg einmal rum ums Dorf schleppen. Ohne Tragetuch ist das ganz schön anstrengend. Die Tochter kommentiert weise: „Baby swer!“. Ja, das Baby war sehr schwer, was ich getragen habe. Danach bin ich total fertig und meinem Bein geht es nicht unbedingt besser. Zum Abendbrot gibt es nur Butterbrot und Apfel. Zu mehr bin ich nicht mehr in der Lage.

Als die Tochter um halb zehn eingeschlafen ist, klingelt mein Telefon. Mein Mann wurde vom Zug nicht mitgenommen. Vom letzten Zug für heute. Wegen seines Fahrrads. Das ginge anscheinend nicht, obwohl ihm der Schaffner auf der Hinfahrt dafür ein Ticket ausgestellt hat und er vor zwei Wochen den gleichen Zug mit dem gleichen Fahrrad genommen hat. Diesmal ginge es nicht. Und so steht mein Mann nachts um viertel vor zehn am Bahnhof und kommt nicht mehr nach Hause. Ich biete an, ihn abzuholen, aber so wirklich gern würde ich die Tochter jetzt nicht nochmal ins Auto packen und die 1,5 Stunden hin und dann die 1,5 Stunden wieder zurück fahren. Ich bin auch so müde, dass ich ungern noch so lange Autofahren möchte.  Doch in all dem Pech haben wir Glück und mein Mann findet um kurz vor zehn noch eine Unterkunft über Airbnb, die günstiger ist, als es die Spritkosten gewesen wären. Er bleibt also über Nacht weg.

Sonntag

Ich bin müde. Die Nacht war kurz und ich verliere schon morgens die Nerven, weil die Tochter irgendwie auch nicht gut drauf ist und wir ständig aneinander rasseln. Dann holen wir meinen Mann vom Bahnhof. Das Wetter passt zur Stimmung, es schüttet wie aus Eimern. Wir wollen Frühstücken gehen, aber die Tochter will partout nicht im Café bleiben und treibt mich zur Weißglut. Es ist echt nicht mein Tag.

Wir fahren zurück nach Hause und während die Tochter schläft, suchen wir nach den Baustellen, die sich gerade so auftun. Autonomiephase und überarbeitete Mama passen beispielsweise nicht gut zusammen. Zuhause legen wir Decken in die Spielecken und beschließen, heute nicht mehr aufzustehen. Es tut so gut. Alles bleibt liegen, die Tochter spielt um uns rum und wir Eltern machen einfach mal die Augen zu. Und schlafen sogar ein bisschen. Und als wir um halb vier wieder so halbwegs fit sind, hat die Tochter sich einfach mal wunderbar selbst beschäftigt, um uns herum gespielt und zu unserem Erstaunen keinen Quatsch gemacht. Ein sehr friedlicher Nachmittag.

Dann ruft ein Freund an und fragt, ob wir noch zum Strand fahren wollen. Das Wetter ist komplett umgeschlagen, jetzt ist es schön und so ein Strandtag tut immer gut. Also fahren wir ganz spontan noch zum Meer. Und tanken Kraft für die kommende Woche.

Eine schöne Woche euch!

 

Mehr Wochenende in Bildern findet ihr unter geborgen-wachsen.de.



1 thought on “Wochenende in Bildern – 02.06./03.06.2018”

  • Liebe Veronika,

    aus der Ferne eine große Umarmung. Es ist schon Dienstag und ich hoffe, ihr seid wieder soweit bei Euch und in Eurem Alltag, dass es dir auch wieder besser geht. Ich verstehe Dich da sehr gut.

    Liebste Grüße

    Lea

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