über: junges familienleben, nachhaltiges und gemeinschaftliches leben, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Wochenende in Bildern – 26.05./27.05.2018

Wochenende in Bildern – 26.05./27.05.2018

Ein Wochenende zuhause mit Rückreise-Stress… Klappt alles nicht so wie geplant, unsere ganze Reise verzögert sich um einen Tag. Aber mittlerweile sind wir angekommen, und das Wochenende in Bildern gibt es heute deshalb einen Tag später als üblich. 

Samstag

Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter – auch am Samstag scheint wieder die Sonne. Die ganze Woche hatte es herrliches Sommerwetter. Die Tochter und ich treffen uns mit einer Freundin zum Frühstücken. Ein richtig nettes Eltern-Kind Café mit tollem nachhaltigen Angebot (aber dadurch auch teuer) und sehr schönen Spielangeboten.

Den Nachmittag vertrudeln wir bei meiner Mama im Garten. Die Woche stand ganz im Zeichen des Plantschbeckens.

Dann geht es ans Kofferpacken und Sachen sortieren. Es ist so viel dazu gekommen, dass ich fünf Mal umpacken muss, bis alles seinen Platz gefunden hat.

 

Abends gehen wir in einen Biergarten mit direktem Spielplatz-Anschluss. Solche Orte schätzt man als Eltern ganz besonders!

Sonntag

Wir werden mittags vom Shuttle Service abgeholt und haben Glück, denn ein Kunde will mit einem Privat Chaffeur vom Flughafen zurück fahren und der soll nicht leer hin fahren. Echtes VIP Gefühl bei mir, die Tochter schläft. Ich sehe es als gutes Zeichen, aber sollte mich irren.

Am Flughafen klappt alles, trotz zu viel und zu schwerem Gepäck drückt die Frau am Schalter zwei Augen zu.

Die Tochter spielt, ich informiere mich, ob wir den Anschluss-Zug in Barcelona schaffen werden. Es wird eng werden.

Doch dann kommt die Nachricht, dass der Flug gecancelt wurde. Gleicher Grund wie letztes Mal, als wir im Oktober nach Spanien fliegen wollten: Die Franzosen streiken. Die Prozedur kenne ich deshalb schon. Erstmal ewig anstehen, die Leute sind alles mega sauer, das arme Schalter-Personal versucht die Wogen zu glätten. Wir bekommen einen Hotel Voucher und Essen gestellt, einen Flug für den nächsten Morgen und machen uns wieder auf den Weg zum Ausgang. Nochmal nach Hause zurück wäre zu weit.

Das größte Problem ist das Warten überall. Die ganzen Warteschlangen sind sowas von Kinder-unfreundlich und ich bin ziemlich gestresst, die Tochter halbwegs im Auge zu behalten, den Kinderwagen mit unseren Sachen auch und unseren Platz in der Reihe nicht zu verlieren. Allein ist das echt kacke.

Bilder gibt es keine dann mehr; ich musste Akku sparen, weil das Ladegerät im Koffer war und der ja schon eingecheckt war (und ich ihn auch nicht mehr auschecken wollte, weil er ja zu schwer war… )

An der Bushaltestelle vom Shuttle zum Hotel müssen wir auch eine halbe Stunde warten, sind aber als eine der ersten da. Es ist eine Bushaltestelle in der Mitte von viel befahrenen Straßen, die Taxis fahren super schnell, die Tochter will dauernd weglaufen – und ich laufe hinterher. Unser Kinderwagen steht vorne, aber als das Shuttle dann nach einer halben Stunde endlich kommt, drängen sich alle nach vorne. Wir bekommen keinen Platz mehr. Obwohl wir als eine der ersten da waren, ich den Fahrer frage, ob ich nicht als letzte einsteigen kann (als es noch einen Platz zu vergeben gab) und die Passagiere frage, ob nicht jemand aussteigen kann. Ich habe mich so geärgert! Die haben alle doch eh nichts mehr zu tun, müssen nur noch ins Hotel und könnten sich einfach gemütlich an die Bushaltestelle setzen und was lesen oder auf ihr Handy starren. Und ich steh hier sichtlich gestresst mit einem kleinen Kind, dass schon zu viel warten musste und zu viel Bewegungsdrang hat. Am meisten geärgert hat mich die Frau, die vorher noch so nett getan hat und jetzt nur beschämt zur Seite schaut.

Also nochmal ne halbe Stunde warten und ich saß erstmal am Boden an der Bushaltestelle und hab geheult. Aus Frust.

Der nächste Shuttle hat uns dann mitgenommen, im Hotel war es auch echt doof, mitten an der Straße, keine Grünanlage außen rum. Trotzdem sind wir dann raus, haben einen Sportplatz gefunden und konnten ein bisschen durchschnaufen. Abendessen erst um 19:30 Uhr … Tochter schon völlig müde. Und dann die Blicke von den anderen Gästen, weil sie nicht ruhig sitzen wollte. Die ganze Flug-Stornierungs-Aktion war echt kacke.

Montag

Der Weckservice um 6:20 Uhr hat versagt, ich war seit 5:15 Uhr nur noch im Dämmerschlaf, weil ich so etwas schon befürchtet hatte. Trotzdem war ich genau dann anscheinend nochmal weggedöst und so hatten wir verschlafen. Eine Viertelstunde bis das Taxi uns abholen sollte hatten wir noch, und ich musste noch das Zugticket für den Nachmittag ausdrucken. Das hat dann alles aber ohne Probleme geklappt und wir sind zum Flughafen. Der Flug war gut, die Tochter aber die ganze Zeit wach. Erst danach ist sie kurz eingeschlafen. Aber dann mussten wir nochmal 4 Stunden überbrücken, bis der Zug kam. So viele Transfers, wieder so viel warten, wieder so viel Spiele erfinden und Kind ruhig halten und den Überblick behalten und den Weg finden und nichts vergessen – ich empfand die Reise als furchtbar anstrengend. Wahrscheinlich weil es schon der zweite Reisetag in Folge war. Aber irgendwie ging dann auch die zweistündige Zugfahrt rum, und dann wurden wir von meinem Mann abgeholt. Die Tochter hat sich richtig gefreut, den Papa wieder zu haben. Und ich mich auch.

Jetzt sind wir wieder hier zuhause. Ich bin immer noch sauer und glaube, ich brauche noch ein paar Tage, um den Reisestress hinter mir zu lassen.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

I agree