über: junges familienleben, nachhaltiges und gemeinschaftliches leben, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Wochenende in Bildern – 30.12./31.12.2017

Wochenende in Bildern – 30.12./31.12.2017

Samstag

Wir sind in Bremen, weil wir für den Jahreswechsel an die Nordsee wollen. Und da wir Weihnachten ja in meiner Heimat in Bayern verbracht haben, wäre die Fahrt in einem Rutsch zu heftig gewesen. Und Bremen – ich dachte, da sind wir schon im Norden, dann ist es nicht mehr weit. Pustekuchen! Ein Odyssee ist das, bis man da oben auf die Inseln getingelt ist!

Wir frühstücken im Zug, weil die Tochter länger geschlafen hat als üblich und wir deshalb verschlafen haben. Es wird stressig morgens und dementsprechend angespannt ist daher die Stimmung, als wir dann im Zug sitzen.

In Hamburg steigen wir das erste Mal um und treffen auf einen Teil unserer Silvestergruppe. Wir feiern mit ehemaligen Schutten, die wie mein Mann ein freiwilliges ökologisches Jahr an der Nordsee gemacht haben.

Langsam geht es Richtung Norden. Umsteigen in Elmshorn, dann geht es nach Niebüll. Die Nordsee rückt näher. Für mich ist es das erste Mal an der Nordsee.

Die Züge sind rappelvoll und werden immer voller. In Niebüll drängt sich alles in den Zug, die Hälfte steht noch draußen. Dann wird ein neues Waggon angefahren und am Ende können doch alle mitfahren.

Von Niebüll nochmal in den Zug nach Dagebüll und dann geht es endlich auf die Fähre. Zu diesem Zeitpunkt sind wir schon über fünf Stunden unterwegs. In der Fähre stehen die Leute dichtgedrängt, alle Plätze sind belegt und in den Türen stapeln sich die Koffer. Dass so viel los ist, hätte ich nicht gedacht.

Nach zwei Stunden Fährfahrt kommen wir auf Amrum an und fahren mit dem Bus nach Norddorf zu unserer Unterkunft. Wir sind froh, endlich angekommen zu sein.

Wir sind 25 Leute, die Tochter hat noch einen Spielkamerad, der etwas älter ist als sie. Die beiden spielen zusammen und dann geht es ins Bett. Das Einschlafen dauert ewig, die lange Fahrt mit den vielen Eindrücken geht auch an unserem reiseerfahrenen Töchterchen nicht vorbei. Erst um halb zehn komme ich zum Abendessen und verschwinde auch danach gleich ins Bett.

Sonntag

Die jungen Eltern sind natürlich als erste wach und machen Frühstück. Das Haus ist schön, zwar einfach, aber dafür sehr funktional und für größere Gruppen super.

Ich laufe zum Bäcker. Es ist noch dunkel, aber vorm Bäcker ist schon eine lange Schlange.

Nachdem endlich alle wach sind, frühstücken wir und danach geht es an den Strand.

Man sieht, wer Nordsee-erprobt ist und wer nur als Anhang mitkommt. Gummistiefel und Regenhose wären hier eigentlich Pflicht!

Die beiden Kinder schlafen selig friedlich im Anhänger ein. Ach, wenn das Töchterchen doch immer so friedlich im Wagen einschlafen würde!

Durch den Sand schieben ist anstrengend, und die Dünen hoch und runter muss der Wagen getragen werden.

Die Nordsee ist wunderschön! Trotz des Regens und der durchnässten Hose verliebe ich mich in die sanften Konturen von Dünen und Strand, in die Weite des Meeres und die raue Natur. Wirklich ein wunderschönes Fleckchen Deutschland, was die Nordlichter hier haben!

Wir laufen doch ein ganzes Stück und mir tut am Ende ziemlich mein Bein weh. Nachmittags wird es ruhig, ich lege mich mit der Tochter zum zweiten Schläfchen hin und während sie schläft, schreibe ich. Wir laufen noch ins Dorf zum Café, aber auf die lange Schlange zum Anstehen für einen Tisch habe ich keine Lust und so kehren wir wieder um. Die Tochter läuft die ganze Strecke, auch wenn wir so für 300 Meter eine Stunde brauchen und sie danach komplett nass ist. Wer jede Pfütze mitnimmt, sich in den Kanalabfluss setzt und so viele nasse Hunde streichelt, bleibt eben nicht trocken!

Das Silvesterfeiern ist entspannt, mit Buffet und Spielen. Die Fackelwanderung fällt für mich aus, ich Kuschel mich mit der Tochter ins Bett. Und am nächsten Morgen gibt es Sonne und die Nordsee ist noch schöner!! Das neue Jahr beginnt gut :).

 

Mehr Bilder von Wochenenden findet ihr hier.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*