über: junges familienleben, nachhaltiges und gemeinschaftliches leben, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Ein bewegtes Jahr – unser Jahresrückblick 2017

Ein bewegtes Jahr – unser Jahresrückblick 2017

Gerade habe ich mir nochmal durchgelesen, was wir dieses Jahr alles vorhatten. Ich finde, wir haben das Ziel erreicht: etwas mehr Klarheit zu bekommen, was unser Plan ist und eine gewisse Orientierung für die nächsten Jahre.

Insgesamt waren wir unglaublich viel unterwegs, und ich hoffe, nächstes Jahr wird etwas ruhiger. Auch wenn ich gerne auf Reisen bin, aber zwischendurch längere Zeiten an einem Ort wären schon angenehmer.

Das erste Quartal

Im ersten Quartal war das Töchterchen ja noch so klein! Mein Mann schrieb an seiner Bachelorarbeit, ich habe mich um die Tochter gekümmert. Die Tochter schlief nur mit Körperkontakt, und da es mir zu schwer war, sie die ganze Zeit im Tragetuch zu tragen, lagen wir viel zusammen auf dem Sofa. Ich schrieb und recherchierte auch schon etwas für meine Bachelorarbeit, las und genoss im großen und ganzen diese kuschelige Zeit. Manchmal war ich es auch leid und hatte Hummeln im Hintern. Aber die meiste Zeit war ich mir im Klaren, dass das nur eine Phase ist und es in der Form nie wieder kommen wird. Beim zweiten Kind kann man das nicht mehr so ruhig angehen lassen.

Das zweite Quartal 

Wir starten mit der Beikost und fahren mit einem mobileren Baby nach Bremen und Regensburg, Köln und Berlin. Mein Mann verschreibt sich der Austernseitling-Zucht und experimentiert mit den Zusammensetzungen von Kaffeesatz, Spelzen und Mycel. Wir haben jede Menge Pilze zu essen, aber mit dem Vertrieb geht nichts voran. Auch bei der Bachelorarbeit zieht sich die Zeit wie Kaugummi, sodass ich schon ganz nervös werde. Schließlich kann ich nicht wirklich schreiben, wenn er noch nicht fertig ist. Aber irgendwann ist dann ja doch die Zeit gekommen, in der wir tauschen. Mein Mann wird Vollzeit Papa und ich sitze im Büro und ärgere mich über den GIS Ghost, der in der Software sitzt und mir das Leben (und die Analysen) schwer macht.

Das dritte Quartal

Noch etwas anderes macht mir das Leben schwer: mein Nerv scheint wieder mehr gereizt zu sein und ich habe ziemliche Schmerzen. Nebenbei läuft die Bachelorarbeit und wir fangen an, uns nach Gemeinschaften umzusehen. Im Juli fahren wir zum Los geht’s, was den Grundstein unserer Suche legt. Danach fahren wir zu verschiedenen Gemeinschaften. Ich gebe meine Bachelorarbeit ab. Mein Mann fängt einen Job bei der örtlichen Schreinerei an.

Das vierte Quartal

Eine schwierige Entscheidungsphase fängt an. Wir besuchen die Gemeinschaft in Spanien und entscheiden uns für das Auflösen unserer Wohnung. Der Auszug ist stressiger als gedacht. Die Tochter fängt an zu laufen und zu sprechen und verlässt damit endgültig das Babyalter. Mit dem Ende des Jahres steht für uns der Entschluss fest, im kommenden Jahr noch einmal nach Spanien zu gehen und das Probejahr bei der Gemeinschaft dort zu beginnen.

Und wohin geht der Weg 2018? 

 



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