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Mission Fridolin accomplished!

Mission Fridolin accomplished!

Darf ich vorstellen: das ist Fridolin.

Fridolin steht im Garten in einem Dorf in Spanien und dient als Küchenwagen. Bis vor drei Tagen war er allerdings so vollgestopft, unsortiert und schmutzig, dass J. (die andere Mama) und ich den Wagen noch nicht mal betreten wollten, um etwas zu holen.

Den Zustand konnte ich so aber nicht stehen lassen, denn eine Kochmöglichkeit, und sei es nur für einen Kaffee oder Tee im Garten ist schon super praktisch. Ich ließ also verlauten, den Fridolin auf Vordermann zu bringen und fand in J. eine Mitstreiterin.

Nachdem ich alles rausgeräumt hatte und einen kurzen Herzstillstand hatte, weil mir ein Gekko, der hinter der Verkleidung wohnte, einen Schrecken eingejagt hatte, hat auch J. den Wagen betreten. Sie war es, die den ersten Teil am nächsten Tag fleißig putzte und das Projekt ein großes Stück voran brachte. Das Sortieren der tausend Küchensachen nahmen wir gemeinsam in Angriff. (Falls ihr mal einen Schneebesen braucht, könnt ihr vorbeikommen. Im Fridolin gibt es sechs (!) Schneebesen). Alles was man für 15 Personen braucht, durfte bleiben, der Rest wurde in die Bänke verstaut.

Den zweiten Teil putzten wir dann gestern zusammen, mit einem weiteren Schreckmoment, ausgelöst durch einen dicken schwarzen Schatten. Danach musste erstmal mein Mann kommen und alles hochklappen und umdrehen und sicherstellen, dass uns keine Monsterspinne angreifen würden, wenn wir weitermachen. Die ganze Aktion war wie eine intensiv Therapiestunde: Für J., die mit Gummihandschuhen bis zu den Ellbogen bewaffnet mit den Schmutzverhältnissen kämpfte und mit der Devise: „Abstand sorgt für Sicherheit“, alles auf eine Armlänge entfernt mit spitzen Fingern anfasste. Und für mich, weil ich die ganze Zeit gegen meinen Fluchtreflex ankämpfen musste und Mega Schiss hatte, dass irgendwo hinter mir oder über mir oder unter mir eine Spinne hervorkriechen würde. Ich hasse Spinnen und kriege richtige Panikattacken, wenn die etwas größer sind. Und im Garten wurde eine Tarantelähnliche Spinne gesichtet (ich hab mich grad nicht getraut die zu googeln, aber wenn ihr tapfer seid, sucht mal nach Kräuseljagdspinne) und der möchte ich niemals nie begegnen. Ich habe also panisch umguckend geputzt mit ausreichend Fluchtmöglichkeit hinter mir. Wir hatten also beide unsere „Iiihh“, „Aaaah“, „oh Gott, ich muss raus hier!“, Momente und waren nach ein paar Stunden immer total alle.

Nur die harten kommen in den Garten

Aber die Konfrontation mit unseren Ängsten hat sich gelohnt: der Küchenwagen ist jetzt sauber, benutzbar und nachdem ich die Polster noch mit frischer Bettwäsche bezogen habe, sogar einladend.

Wir haben ihn dann gleich eingeweiht und den erste Teeklatsch mit unseren Männern und den Kindern veranstaltet.

Ich bin richtig stolz, dass wir das Projekt so schnell fertig gestellt haben und uns gegenseitig immer wieder motivieren konnten. Und man sieht richtig, dass wir was gemacht haben!

PS: Es gibt im Garten noch den Max, alias „Stinkewagen“. Der ist richtig hardcore eklig… allein wegen dem Geruch der Toilette. Könnte man ja als  weiterführende Therapiemaßnahme ins Auge fassen. Aber puh, allein bei dem Gedanken wird mir ganz anders…



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