über: junges familienleben, gemeinschaftsleben, studieren mit kind, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Wenn Pläne und Kind kollidieren, krachts im mütterlichen Getriebe

Wenn Pläne und Kind kollidieren, krachts im mütterlichen Getriebe

Ich liege im Bett und werde gleich schlafen gehen. Der Tag war lang mit einer wachen Tochter um sechs Uhr morgens und einem Einschlafen, das sich bis nach 21 Uhr gezogen hat.

Dazwischen lagen jede Menge schöne Momente, etwas Anstrengung und ein bisschen Arbeit. Ein morgiger Abgabetermin sitzt mir dabei im Nacken, für den ich ein langes, konzentriertes Arbeiten am Abend eingeplant hatte. Wie die letzten Abende wird daraus heute nichts mehr werden. Dieser Text hilft mir, um die Geschehnisse zu verarbeiten und kostet nicht viel Zeit und Konzentration. Für den anderen Text bin ich jetzt allerdings zu müde.

Bei der Einschlafbegleitung habe ich mich furchtbar geärgert und wurde zwischenzeitlich richtig wütend auf die Tochter. Obwohl ich ganz genau weiß, dass sie nichts dafür kann, dass sie nicht in den Schlaf findet, hat mich ihre Zappelei genervt und ließ mich ungeduldig werden. Ich wollte meine Pläne durchsetzen und dazu muss sie schlafen.

Ironischerweise geht es im Abgabetext um eine bedürfnisorientierte Einschlafbegleitung. Was ich in der Theorie heute Nachmittag aufgeschrieben habe, habe ich in der Praxis abends versaut.

In der Selbstreflexion weiß ich, dass ich meine Pläne (noch) besser anpassen muss. Dass ich flexibel bleiben muss und tagsüber meine Häppchen an Arbeitszeit effektiv nutzen muss. Ein Arbeiten in die Nacht hinein ist keine Lösung, wenn man in der Nacht alle paar Stunden zum stillen gefordert ist und morgens um sechs wieder voll da sein muss. Als Mama hat man es nicht leicht, wird mir gerade klar. Deshalb mache ich jetzt hier Schluss, das Handy aus, ziehe vor all den Mamas da draußen, die jeden Tag 24 h ihren Job machen, den Hut und wünsche euch eine gute Nacht.

PS.: Wochenende in Bildern gibts diese Woche nicht. Keine Zeit.

PPS.: Dafür gibts bald wieder mehr Zeit für den Blog. Ich freu mich schon drauf!! 



2 thoughts on “Wenn Pläne und Kind kollidieren, krachts im mütterlichen Getriebe”

  • hallo veronika.
    oje ja das kenne ich nur zu gut! bei mir sind es zwar keine wichtigen arbeiten die liegen bleiben. aber doch freue ich mich über 2-3h am tag an denen ich ungestört meinen intressen folgen kann. und wenn dann die 2 täglichen schlafphasen zu einer schrumpfen oder das müde kind abends doch anderthalb stunden braucht um einzuschlafen……waaaaahhhh! innerlicht total genervt, nach aussen hin so gelassen wie möglich. aber merken tut es das ja doch. im nachhinein bin ich dann immer schlauer. hätt ich besser nur kurz gestillt und noch ein gemeinsames bad genommen. oder einen einschlaff-still-gang gemacht. oder nochmal den küchenschrank ausräumen lassen und die müdigkeitsbedingte nähesuche so geteilt. und ich nehms mir auch jedesmal fürs nächstemal vor, es anderst anzugehen. aber die abende an denen ich eher mit nem gefühl von „heut gehts lang“ ran geh und sie dann gleich wegknuckt, gibts auch.
    ach vermutlich liegts wiedermal an der inneren einstellung. schade das die noch schwerer zu verändern ist als äussere umstände…..

    • Liebe Ela,
      ja genauso geht es mir auch! Äußerlich versucht man, ganz ruhig zu sein aber innerlich ist man ziemlich genervt. Aber man kann es echt nicht wissen vorher. Gerade dachte ich, jetzt trinkt sie kurz, um nochmal Kraft zu tanken und dann spielen wir sicher noch eine Stunde und dann ist sie einfach eingenickt… Um halb sieben! Äußerst ungewöhnlich… Am besten, man macht gar keine Pläne 😉

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