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Challenge accepted! 40 Tage Smartphone fasten

Challenge accepted! 40 Tage Smartphone fasten

Heute Morgen bin ich in der Mittelmäßigen Zeitung über diesen Artikel gestolpert:

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Eine interessante Idee und so abhängig wie ich von dem doofen Ding bin, wird es auch richtig schwer. Und Fasten muss ja weh tun. Allein der Gedanke macht mir bisschen Angst, oder zumindest ein mulmiges Gefühl. Mein Smartphone ist für mich Telefon, E-Mail-Postfach, Zeitung, Kalender, Kamera, Soziales Sprungbrett in die Welt, Alleswisser, Navi, Notizbuch, Wecker, Uhr, Buchersatz und Fernseher. Aber oft ist es auch Ablenkung, unnötiger Zeitvertreib und verschwendete Lebenszeit. Meine Tochter kennt den Anblick meines Telefons wahrscheinlich genauso gut wie den meinen und denkt vielleicht das Ding ist auch irgendein Körperteil von mir. Ziemlich traurig der Gedanke, aber mal ehrlich: Wer kann noch von sich selbst behaupten, dass es ihm/ihr nicht so geht?

Als ich heute vormittag mit der Tochter auf der Couch lag und versucht habe, auch ein kleines Schläfchen zu machen, habe ich mir überlegt, was das Fasten bedeuten würde. Kein whatsapp mehr. Keine Bilder mehr verschicken oder bekommen. Meine Mutter war auch ganz und gar nicht begeistert von der Idee („sechs Wochen keine Bilder von der Kleinen!“… da muss mein Mann dann wohl manchmal welche schicken). Keine Nachrichten mehr vorm Schlafengehen lesen, keine Blogs mehr beim stillen lesen. Keine Netflix-Filme anschauen, wenn man mal wieder im Schlafzimmer festhängt wegen Nähebedarf eines unruhig schlafenden Kindes. Aber es bedeutet auch mehr Zeitgewinn, ich kann mich nicht mehr auf instagram verlieren, 80 Mal am Tag (laut statistischem Bundesamt) mein Telefon checken, ob Nachrichten gekommen sind, Schlagzeilen von Zeitungen lesen, ohne die Artikel dazu zu lesen, weil ich dazu viel zu müde bin. Blogartikel auf dem Smartphone tippen, was ungefähr dreimal so lang dauert wie am PC und super ätzend ist. Und was mach ich unterwegs, wenn ich mich mal wieder verlaufen/verfahren hab? Oder schnell was wissen muss, zum Beispiel, wie man ein Baby richtig misst (wusste google aber auch nicht wirklich)?

Bei all diesen Gedanken konnte ich dann erstmal nicht mehr schlafen und war aufgekratzt. Voll die Herausforderung!

Ich nehme die Smartphone-Fasten Challenge in Angriff und werde über die Entzugserscheinungen und Erfahrungen hier berichten. Vielleicht macht ja jemand mit?

Und los gehts! Mein altes Telefon hab ich schon mal rausgekramt. Wenn ihr mich unterwegs erreichen wollt: SMS, call me or write a letter (oh, that would be lovely!).

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