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Kraft tanken – Rezept für eine stärkende Suppe

Die letzten zwei Tage waren sehr anstrengend, aber auch schön. Ich hatte am Montag einen Termin bei einem neuen Physiotherapeuten in der Stadt, weil der hier in der Kleinstadt leider nicht viel für mich tun konnte. Der Termin war auch richtig gut, ich hatte jetzt schon so viele Therapeuten, dass ich schon beim ersten Mal recht gut einschätzen kann, ob das was bringt und dieser wurde mir wohl zu recht empfohlen! Er hat meine „Problemzonen“ dann auch gleich behandelt, und wie zu erwarten war, ist der Schmerz dadurch jetzt erstmal größer geworden. Wenn eine Erstverschlimmerung eintrifft, ist das eigentlich etwas positives, weil der Körper auf die Behandlung reagiert; die Schmerzen sind aber trotzdem unangenehm.

Es tut dann immer gut, sich abzulenken, und so war das Frühstücken bei unserem befreundeten Elternpaar genau das richtige. Auch wenn die Babies noch zu klein sind, um wirklich miteinander zu interagieren, nehmen sie sich wahr und es ist so schön zuzusehen, wie sich die großen Kinderaugen gegenseitig beobachten. Der gemeinsame Vormittag und der anschließende Spaziergang haben meinem Mann und ich wieder Kraft gegeben. Ich habe die Schmerzen vergessen, und er konnte am Abend wieder mit neuem Elan an seine Prüfungsvorbereitung gehen.

Heute hatte ich zudem das Gefühl, wenig Kraft zu haben. Trotzdem möchte ich ja nicht, dass meine Tochter zurückstecken muss und so haben wir am heutigen Tag ein bisschen mit unserer normalen Aufgabenteilung improvisiert; da haben wir wirklich Glück, dass das so geht. Mein Mann hat die Kleine am vormittag mit in den Baumarkt genommen, wo er Equipment für seine Pilzzucht gekauft hat und ich konnte währenddessen mein Bein hochlegen und in ein Wärmekissen packen. Wärme tut immer sehr gut. Als die beiden wiederkamen, schlief die Tochter noch ein bisschen auf mir weiter.

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Dann begann ich eine stärkende Suppe zu kochen und habe geschaut, was wir so da haben; einkaufen wollte ich nicht gehen.

Vor ein paar Wochen hatten wir ein Bio-Huhn containert, und daraus habe ich heute meine erste Hühnersuppe gemacht. Da ich immer lieber ohne Rezept koche, weil ich nie das da habe, was im Rezept steht, habe ich mir selbst etwas überlegt, und es war sehr lecker. Ich stelle es euch hier vor, falls ihr auch mal Kraft tanken müsst, weil ihr eine Erkältung auskurieren müsst, die Kinder gerade schlecht schlafen, oder euch der trübe Winter zu schaffen macht. Meine Rezepte sind immer recht einfach gehalten, da ich versuche, das Baby mit einzubinden und das möchte am liebsten immer direkt am Geschehen sein. Ich bereite also das meiste mit der Tochter auf dem Schoss am Esstisch vor, und lege sie zwischendurch in den Stubenwagen, damit sie mir ein bisschen zuschauen kann. Ich frage mich dann schon manchmal, wie andere Mütter das machen, wenn sie kochen oder backen…

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Nachdem ich das Huhn aufgetaut hatte, habe ich es mit einer Zwiebel und zwei Zehen Knoblauch angebraten. Anschließend eine Handvoll Möhren, zwei Stangen Lauch und ein paar schrumpelige Kartoffeln zufügen und alles gut anbraten. Mit vier Liter Brühe aufgießen und eine TK Packung Suppengemüse dazugeben. Für die extra Portion Kraft habe ich noch eine Packung Wochenbettkraftsuppe von der Zielen Apotheke und en Daumengroßes Stück Ingwer hinzugegeben.

45 min köcheln lassen, dann das Huhn aus der Suppe nehmen und zerteilen. Das Fleisch kommt zurück in den Topf, die Reste hat die Katze angeboten bekommen. Noch einmal 40 min köcheln lassen, währenddessen habe ich Asiatische Buchweizennudeln gekocht. In zwei Schüsseln habe ich jeweils einen Teelöffel Miso-Paste in Wasser aufgelöst und die Nudeln und die Suppe zugegeben. Sehr lecker und wärmt von innen!

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Nachmittags habe ich auf den täglichen Spaziergang verzichtet; mein Mann hat die Tochter stattdessen ins Tragetuch gepackt und hat versucht, beim Gehen ein bisschen zu lernen. Leider ist er zu spät los (was zu Diskussionen führte, weil die Kleine dadurch ziemlich übermüdet war), und er hatte beim Rückweg kein Licht mehr. Tja…

Ein entspannter Tag mit Pausen zum Kraft tanken. Und morgen wird es hoffentlich wieder besser mit den Schmerzen!



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