über: junges familienleben, gemeinschaftsleben, studieren mit kind, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Wohin geht es 2017?

img_20170112_144717 Jetzt ist der Januar schon halb rum, und ich habe weder einen Jahresrückblick 2016 geschrieben, noch die Pläne für das neue Jahr festgehalten. Das liegt daran, dass unsere Pläne so unkonkret sind und wir alle zwei Tage neue Ideen haben. Aber vielleicht hilft es ja, ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen und die Ideen und Wünsche aufzuschreiben.

Über allem steht in diesem Jahr das erste Lebensjahr unserer Tochter zu begleiten. Ihr bei den unglaublichen Veränderungen im ersten Lebensjahr zur Seite zu stehen und sie liebevoll wachsen lassen. Sie in ihrem ganzen Wesen zu sehen, ihr die Geborgenheit ermöglichen, die sie braucht und wünscht und im Laufe des Jahres langsam loslassen zu lernen, um ihrem Entdeckerdrang Raum zu geben und ihr die Entwicklung zu ermöglichen, die sie machen möchte.

Des Weiteren steht an:

Für das erste Quartal steht als Ziel die Bachelorarbeit (BA) meines Mannes im Vordergrund. Er ist seit Dezember fleißig am recherchieren, konkretisieren und schreiben, hat schon im Sommer 2016 Aufnahmen und Geländebegehungen gemacht. Es geht um eine seltene Schmetterlingsart. Ich halte ihm während er schreibt den Rücken frei, bin mit der Babytochter den Großteil des Tages alleine, während mein Mann im Büro außerhalb unserer Wohnung arbeitet. Diese Aufteilung finde ich gut, wobei ich mit der Tochter und dem Haushalt allein noch nicht ausgelastet bin und deshalb unter anderem diesen Blog begonnen habe. Außerdem muss ich dringend Anschluss an andere Mamis mit Kindern finden, da wir in unserem Freundeskreis die ersten mit Baby sind und ich mich in unserer Kleinstadt und unserem sozialen Umfeld mehr und mehr ausgegrenzt fühle.

Neben der BA bastelt mein Mann fleißig an seiner Geschäftsidee Edelpilze auf Kaffeesatz zu züchten. Mit unserem Alltag und dem Baby kommt das aber ein bisschen zu kurz zur Zeit und wir müssen uns etwas einfallen lassen, um dem mehr Raum zu geben. Ich habe mir vorgenommen dem Schreiben eine Plattform zu geben und möchte neben diesem Familienblog noch eine Website über Gehbehinderung aufbauen. Da ich selbst von diesem Thema direkt berührt bin, ist es eine kleine Herzensangelegenheit von mir. Im April muss mein Mann noch vier Wochen Praktikum ableisten, um das Studium dann erfolgreich zu beenden.

Im zweiten Quartal ist die Rollenverteilung dann umgekehrt, dann muss ich meine BA schreiben und möchte das Studium spätestens im September abschließen. Wirklich Lust, die BA zu schreiben habe ich nicht; ich habe auch das Gefühl, dass ich seit den sechs Monaten die seit dem Ende des letzten Semesters und der darauffolgenden Babypause vergangen sind, schon komplett raus bin aus dem Ganzen. Da brauche ich bestimmt eine Weile, um wieder in die Materie einzusteigen. Aber auch ich habe den Vorteil, dass ich von zuhause aus meine Analysen durchführen kann und somit für Stillzeiten verfügbar bin. Man weiß ja nie, wie der Beikoststart so gelingt. Und noch viel wichtiger, ich kann mir noch gar nicht vorstellen länger als ein, zwei Stunden von meiner Tochter getrennt zu sein. Das wird auch eine große Umstellung.

Im dritten Quartal hatten wir überlegt eine größere Reise zu machen. Da wir zu dem Zeitpunkt beruflich noch ungebunden wären, wäre der Zeitpunkt ideal, um ein paar Monate weg aus Deutschland zu gehen. Aber bei den Gesprächen über mögliche Ziele hatten wir gegen alles etwas einzuwenden und merkten schnell, das uns eigentlich nicht danach ist. Wir wollen unsere Zeit lieber nutzen, um hier voranzukommen. Um einen Ort und ein Wohnmodell zu finden, das uns zusagt (am liebsten eine Gemeinschaft mit anderen Familien) und den Umzug zu planen, den wir für 2018 ins Auge gefasst haben.

Da wir beide noch nicht wissen, wo es uns beruflich hin verschlagen wird, werden wir auch das letzte Quartal 2017 zur Orientierung nutzen. Im Moment überlegen wir beide, noch eine weitere Ausbildung bzw. ein weiteres Studium anzufangen. Was wir genau wollen wissen wir noch nicht. Aber was wir nicht wollen wissen wir: Unsere Tochter wird nicht mit eins in die Krippe gehen. Wir wollen uns beide um sie kümmern und Ende des Jahres langsam anfangen an einem Geschwisterchen zu üben.

Der Vorsatz für das neue Jahr lautet also, am Ende des Jahres mehr Plan zu haben als am Anfang und eine gewisse Orientierung für die nächsten Jahre zu finden.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*