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Das Glück einer guten Nacht II

Kopie von IMG_20161112_143707.JPGVor drei Wochen habe ich hier über unsere Schlafsituation berichtet und möchte euch nun gerne ein Update geben. Wir haben das separate Schlafen dann fünf Tage so praktiziert, mit dem Ergebnis, dass die Stillabstände zwischen drei und vier Stunden waren, aber am Nuckeln hat sich nichts verändert. Mir wurde es dann zu blöd, in einem eigenen Bett zu schlafen, also bin ich wieder zu meinen Liebsten zurück. Ein paar Tage später schossen bei der Tochter dann die Zähne ein, und sie wollte nur mit Körperkontakt schlafen und am liebsten in ständigem Kontakt mit der Brust. Das war sehr anstrengend, und ich war froh, als wir sie eine Woche später wieder neben uns legen konnten. Während der ganzen Zeit waren wir unterwegs, erst mit den Eltern meines Mannes im Allgäu und dann noch eine Woche bei meiner Mutter. Dort schlafen wir in meinem alten Jugendbett mit 1,40m Breite, und da die Tochter nicht in ihrem Kinderwagen-Korb schlafen wollte, schlief sie mit bei uns, auf unserer Brust oder in meinem Arm und das war richtig eng. Daheim wird es bestimmt wieder besser, dachte ich. Es waren ja auch jeden Tag viele neue Eindrücke, viele Menschen, eine neue Umgebung, das ist ja klar, dass ein Baby am Ende des Tages direkte Nähe zu seinen Bezugspersonen braucht.

Jetzt sind wir seit zwei Wochen wieder zuhause, und es ist … gemischt. Die Tochter liegt neben mir auf ihrem Fell, ich habe aber jetzt keine Bedenken mehr, meine Decke über sie zu ziehen, sie liegt da sehr sicher und es ist genug Platz. Sie schläft aber einfach total unruhig, schon beim Einschlafen braucht sie ewig. Gestern war ich zwei Stunden beschäftigt, habe immer wieder versucht, sie abzulegen, aber dann wurde sie ganz wild, fuchtelte mit den Armen und wollte wieder hochgenommen werden. Erst um halb zwölf hat sie dann so tief geschlafen, dass man sie weglegen konnte. In der Nacht hat sich das dann wiederholt… und wenn ich versucht habe, sie im Liegen zu stillen, hat sich immer so große Probleme mit dem Bäuerchen, dass ich sie hochnehmen muss. Dann steckt die Luft oftmals irgendwo fest und durch das sanfte Schuckeln und Rückenklopfen wird sie wieder wach. Das ist echt ein Teufelskreis. Ich hab sie dann wieder auf mir schlafen lassen, aber es ist einfach nicht bequem, mein Arm schläft dabei ein und meine Schultern werden so kalt. Aber als ich sie dann weglegen konnte und mich an meinen Mann gekuschelt habe zum Einschlafen, dachte ich mir, dass es ja logisch ist, dass das Baby Körperkontakt haben will. Selbst Erwachsene schlafen nicht gerne alleine ein. Es ist nur seltsam, wenn sie auf mir liegt, scheint sie keine Probleme mit der Luft zu haben, und sobald sie in der gleichen Position auf ihrem Fell liegt, drückt es überall und sie wird ganz wild. Oft kommt dann aber auch nichts… Ich weiß echt nicht, woran das liegt.

Und das Nuckeln ist auch noch nicht besser geworden, sie braucht noch sehr oft unseren Finger. Ich habe gestern ein bisschen im Internet recherchiert, aber die einzige Lösung, die dazu präsentiert wird, war, ihr den Schnuller anzugewöhnen. Das wollen wir nicht, mit dem Schnuller wurde sie so unausgeglichen, deshalb haben wir ihn ihr ja wieder abgewöhnt. Aber zumindest meinten die anderen Eltern, dass irgendwann der Zeitpunkt kam, wo das Kind den Finger einfach nicht mehr wollte. Und sobald die ersten Zähne da sind, wurde es für die Eltern so unangenehm, dass sie ihren Kindern das abgewöhnt haben. Ich denke, im Moment braucht sie das verstärkte Nuckeln einfach noch, und dann sollte man ihr dieses Bedürfnis auch erfüllen. Und es könnte immer noch schlimmer sein, manche Kinder schlafen ja gar nicht. Also werde ich mir jetzt meine Augen reiben, um etwas wacher zu werden und eine Runde mit dem (auf meinem Bauch) schlafenden Kind rausgehen wenn es wach wird.

Wie sind eure Nächte so?



1 thought on “Das Glück einer guten Nacht II”

  • Ihr Lieben,
    ich kann Euch nur empfehlen, lest mal die Bücher von Nora Imlau, Herbert Renz-Polster und Gerald Hüther. Sie alle haben (bindungsorientiert) darüber geschrieben und die Bücher finde ich echt toll. Zum Schlafen: wir schlafen alle in einem Bett, wie Eltern mit den Kindern (1,5J. und 3,5) und ich denke, dass die das Bett schon noch früh genug verlassen. Verwöhnen geht nicht (sollte man eh aus dem Wortschatz streichen, odet?) und mei, wie lang sind sie so klein, dass sie die Nähe von dir brauchen? Das geht echt rasend schnell… Zu den kalten Schultern, kannst du dir oben rum nicht was Warmes anziehen (ich schlief immer im Fleecepulli) und den/das dann zum Stillen im Liegen hoch ziehen? Das hat immer ganz gut geklappt. Habe bis vor Kurzem noch nachts gestillt und habe so nie gefroren. Alles Gute! LG

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