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Wie wir wohnen

Wie wir wohnen

Wir wohnen etwas ungewöhnlich. Als ich schwanger wurde, wohnten mein Mann und ich noch in getrennten Wohngemeinschaften an unserem Studienort im Osten Deutschlands. Wir konnten uns mit Baby nicht in einer drei Zimmerwohnung sehen und suchten deshalb nach einer größeren Wohngemeinschaft, in der Platz für uns drei wäre. Durch Zufall hatten Freunde von uns den Plan, in eine alte Villa 20 km von unserem Studienort entfernt zu ziehen. Die Villa wurde 1904 erbaut, bietet Platz sowohl für feste Bewohner als auch für zahlreiche Besucher. Es gibt einen großen Garten und ein noch größerer Teil des Grundstücks ist verwildert und wird im Moment nicht genutzt.

Das Haus wird regelmäßig von Gruppen besucht, die die vielen Räume für Seminare oder ähnliches verwenden. Es gibt eine große Küche, Schlafräume und Seminarräume. Der Hausverwalter suchte junge Leute, die ihn dabei unterstützen sollten, dieses große Haus in Schuss zu halten. Wir trafen uns mit ihm, und er fand die Idee gut, dass mehrere junge Leute hier einziehen würden.

Seit einem halben Jahr wohnen wir nun hier; außer uns noch drei Freunde und der Hausverwalter. Es gab dann durch unseren Zuzug einige Umsiedlungen innerhalb des Hauses. Der Hausverwalter hatte einen abgetrennten Bereich für sich, bot aber an, ihn uns als kleine Familie zu überlassen. Und damit hatten wir Glück, denn wir haben in der Villa ein Wohnzimmer mit angrenzenden Wintergarten und Zugang zum Garten, eine Küche, ein Bad und ein Schlafzimmer mit kleiner Galerie, die wir als Stauraum nutzen.  Auch die anderen permanenten Bewohner des Hauses haben eine kleine Küche zur privaten Nutzung. In diesem Haus geht es nicht darum, in einem normalen Mietverhältnis zu wohnen. Es geht darum, die alten Mauern mit Leben zu füllen und das Potential das hier schlummert, zu nutzen. Deswegen halten sich die Kosten im Monat auch nur auf Nebenkosten-Niveau.

Damit haben wir es gut getroffen, da wir unser Studium 2017 noch beenden und jetzt nicht im Zugzwang sind, viel Geld verdienen zu müssen. Was man in Kauf nehmen muss, sind die Gästegruppen. Die letzten Monate war fast jedes Wochenende eine Gruppe da, meist zehn bis 15 junge Leute, die sich für eine offene Gesellschaft, gegen Rassismus und für eine bessere Welt einsetzen und sich hier für Seminare treffen können.

In der Villa geht es also recht alternativ zu. An vielen Stellen findet man kleine Hinweise oder Denkanstöße. Ich nehme euch auf einen kleinen Rundgang mit:



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