über: junges familienleben, gemeinschaftsleben, studieren mit kind, gehbehinderung, bedürfnisorientiertes aufwachsen

Die Idee zu diesem Blog

Gestern hat einfach nichts geklappt. Erst hatte ich Probleme mit meinem E-Mail Account, weil sich Microsoft entschließt E-Mails, die andere Nutzer in den Spam-Ordner verschieben, gar nicht erst weiterzuleiten und deshalb E-Mails einfach nicht ankommen. Das Wetter war eklig regnerisch und super windig. Dann hat mich das Klavierspielen vor unserer Tür an den nervlichen Rand des Wahnsinns gebracht und zu allem Dilemma habe ich am späten Nachmittag festgestellt, dass mein Fahrrad aus der Garage gestohlen wurde.

Ein Tag zum Vergessen. Als ich dann total niedergeschlagen meinem Mann und unserem Mitbewohner C. vorgejammert habe, wie doof alles ist, habe ich ihnen auch von den Blogs erzählt, die ich so lese. Ich hatte schon seit längerer Zeit Lust, auch einen Blog zu schreiben. Aber bei der großen Bandbreite an Familienblogs, die das Netz überfluten und die alles im Leben der Familie in einem goldenen Licht erscheinen lassen, braucht es darüber nicht noch einen Blog. Ich lese die Blogs gerne, weil ich es bewundernswert finde, wenn man mehrere Kinder so toll organisiert bekommt und nebenbei noch Zeit für andere Projekte findet. Oft bekomme ich Inspirationen, auch etwas auszuprobieren. Und manchmal komme ich nicht umhin, mich danach ein klein bisschen minderwertig zu fühlen. Und wenn ich dann die Kommentare unter dem Blog lese, schreiben manche Mütter (so oder so ähnlich): „Du bist so toll, ich bewundere dich. Ich habe nur ein Kind und krieg nicht mal da den Alltag gebacken. Wie machst du das alles nur?“ Und diese Mütter tun mir ehrlich leid, weil sie sich schlecht fühlen, obwohl sie ihren Job als Mama bestimmt auch super machen, nur eben nebenbei nicht noch x andere Projekte schaffen. Vollkommen menschlich also. Und als wir darüber geredet haben, meinte mein Mann, man müsste einen Blog schreiben, der alles erzählt, was schief läuft. Über Vorhaben, die nicht eingehalten werden, über Streitigkeiten oder Missgeschickte. Aber auch über die Sachen, die funktionieren und gut laufen. Über das ganz normale Leben.

Und das versuche ich mit diesem Blog.

bodschad (Adj.), Bayerisch:
[bå:dschàd]
unbeholfen, ungeschickt



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